Fütterungshinweise

Die zehn Gebote...

...für eine vernünftige Ernährung des Hundes

 

 

Die “ zehn Gebote “ der Hundeernährung wurden 1985 vom Professor R.Wolter der Staatlichen Tierärztlichen Hochschule von Alfort erlassen. Diese zehn Grundregeln, die in Auszügen folgen, helfen Hundebesitzern und -besitzerinnen in der Praxis, die häufigsten Fehler bei der Futterzuteilung zu vermeiden.

 

1. Der Hund muss immer genug zu trinken haben.

Dem Hund muss stets genügend frisches, kühles und sauberes Trinkwasser zu seiner Verfügung stehen.

Er benötigt täglich im Durchschnitt 60 ml pro Kilogramm Körpergewicht. Diese Menge erhöht sich bei Welpen, säugenden Hündinnen, bei warmen Wetter und wenn der Hund viel Bewegung hat.

 

2. Vorsicht bei Änderungen im Speiseplan

Der Hund muss langsam, etwa über den Zeitraum einer Woche hinweg, an anderes Futter gewöhnt werden, damit er sich an den Geschmack und an andere Eigenschaften des Futters, die die Verdauung und den Stoffwechsel betreffen, gewöhnen kann. Die Darmflora des Hundes ist nämlich stärker als die des Menschen von seiner Nahrung abhängig und muss sich erst durch Vermehrung der entsprechenden Mikroorganismen an die Umstellung anpassen.

 

3. Der Hund soll regelmäßig gefüttert werden

Hunde sind nur zufrieden, wenn sie jeden Tag zu selben Zeit am selben Ort in ihrem eigenen Napf dasselbe Futter erhalten.

Die Anzahl der täglichen Mahlzeiten muss an die jeweiligen physiologischen Bedürfnisse des Hundes angepasst werden, den man hierzu regelmäßig wiegen sollte.

 

4. Die ausgeteilten Futtermengen müssen überwacht werden

Die täglich verfütterten Mengen müssen in ihrem Kaloriengehalt dem Energiebedarf des Hundes entsprechen.

Sie sollten regelmäßig abgewogen und dem Gewicht des Tieres angepasst werden, um eine schleichende Gewichtszunahme zu verhindern.

 

5. Das Futter muss ausgewogen sein

Die Nahrung des Hundes, hausgemachtes oder Fertigfutter, muss alle benötigten Nährstoffe in ausreichender Menge enthalten.

Die Proportionen sollten an die Größe des Hundes, die Lebensumstände und sein Alter angepaßt werden.

 

6. Das Futter muss richtig ausgewählt werden

Die Auswahl der Futtersorte ist eine wichtige Entscheidung und sollte durch Kriterien bezüglich der Ausgewogenheit getroffen werden. Drei Merkmale spielen hierbei eine grundlegende Rolle:

  • Alter (Welpe, ausgewachsenes Tier, alternder Hund)

  • seine Lebensumstände (Arbeits- oder Sporthund, Zucht)

  • und seine Größe

 

7. Mit Verstand füttern

Die Art zu füttern ist genauso wichtig wie das Futter.

So sollte man bei Verwendung von industriell hergestellter Nahrung stets die Herstellerhinweise beachten. Bei Hausmannskost sollte man einige Sprüche besser vergessen, wie „ ich ernähre ihn genauso wie mich selbst “, „ er frisst was er will “ oder „ etwas anderes will er nicht “. Schließlich sollte man beachten, dass Tischreste, Zuckerzeug, Kuchen oder Schokolade kein Hundefutter sind (kleine Käsereste beispielsweise eignen sich besser).

 

8. Sauberkeit ist auch für den Hund wichtig

Die industriell hergestellten Futtermittel garantieren einwandfreie Sauberkeit des Produktes und bei richtiger Verwendung ist eine Lebensmittelvergiftung so gut wie ausgeschlossen.

Angebrochene Dosen sowie frische oder aufgetaute Ware müssen gekühlt gelagert werden, Trockenfutter sollte in seiner Verpackung (nach Anbruch wieder zugeklappt) an einem trockenen Ort aufbewahrt werden.

Eventuell vom Hund zurückgelassene Futterreste sollten weggeworfen und der Napf täglich abgewaschen werden.

 

9. Kontrolle der gewählten Fütterungsbedingungen

Es sollte immer kontrolliert werden, ob die gereichten Portionen auch wirklich (noch) den Bedürfnissen entsprechen, und gegebenenfalls muss dann die Fütterung verändert werden.

Einfache Methoden hierzu sind die Überprüfung des Gewichtes des Hundes, der Zustand seines Fells und die Beschaffenheit seiner Exkremente sowie des Appetits und des allgemeinen Verhaltens.

 

10. Zögern Sie nicht, tierärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen

Tierärzte und Tierärztinnen sind auch in der Ernährungsberatung ausgebildet. Das gilt sowohl für gesunde als auch auf kranke Tiere.

Eine gründliche Untersuchung wird angeraten bei länger währender Appetitlosigkeit oder Heißhunger, bei unnormalen Gewichtsveränderungen, bei andauernden Durchfällen oder Verstopfung, bei körperlichen Störungen oder ungewöhnlichem Verhalten und bei allen deutlichen Veränderungen bezüglich Appetit und Durst, denn dies können Vorzeichen einer allgemeinen Erkrankung sein.

 

Ihre

Lames Futtermittelhandlung